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Fluntermer Neujahrs-Notizen auf das Jahr 2026 |
Letztes Sächsilüüte im tradtionsreichen «Plattengarten» – Zerstörung des Platte-Quartiers beginnt
Vor 70 Jahren – 1956 Das letzte Sächsilüüte der Zunft Fluntern im tradtionsreichen «Plattengarten», dem Gründungsort der Zunft. Damit beginnt die bauliche Zerstörung des Platte-Zentrums durch den Kanton für seine Hochschul- und Spitalbauten, ein Prozess, der bis heute andauert.
Am linken Bildrand das legendäre «Restaurant zum Plattengarten», wo die Zunft Fluntern gegründet wurde. Die Plattenstrasse 12 – ehemals «Restaurant zum Kühlen Grund», nebenan die Post, und heute das «Schwesternhochhaus». Bis 1938 bog hier die «Zentrale Zürichbergbahn» von der Plattenstrasse–Zürichbergstrasse her kommend in die Gloriastrasse ein.
Baugeschichtliches Archiv Stadt Zürich BAZ – L. Käser, Quartierverein Fluntern
An der Platten- Ecke Schönleinstrasse stand bis zum Abriss 1956 die legendäre «Wirtschaft zum Plattengarten»: von Unterhaltungsveranstaltungen über politische Diskussionen bis zur Gründung der Zunft Fluntern am 19. April 1895 – alles fand hier statt. Nebenan (Schönleinstrasse 13, siehe unten) bot das grosse «Platte-Theater» den Schauspielbegeisterten mehr oder weniger anspruchsvolle Bühnenkunst. Ab Ende der 1950er überbaute der Kanton das ganze Geviert mit Spital- und Hochschulbauten, die Schönleinstrasse (links im Bild) wurde gekappt, das Dorf- und Quartierleben verschwand.
Baugeschichtliches Archiv Stadt Zürich BAZ – L. Käser, Quartierverein Fluntern
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Eröffnung unseres Kantonsspitals/Unispitals vor 75 Jahren
Vor 75 Jahren – 1951 Der Rektor der Universität Zürich, der Nobelpreisträger und Fluntermer Paul Karrer, überbrachte an der Eröffnungsfeier am 14. Juli 1951 im Lichthof des Uni-Kollegiengebäudes (1914 vom Fluntermer Karl Moser erbaut), die Grussworte der Universität und wies auf die Gedenktafel hin, an der entlang (achtlos) auch heute noch zahllose Menschen das USZ betreten. Im Namen der Klinikdirektoren des Kantonsspitals sprach der Fluntermer Medizin-Professor Wilhelm Löffler, der Fluntermer Dermatologe Prof. Guido Miescher für die Schweizerische Akademie der medizinischen Wissenschaften. Anwesend waren unter anderem auch die beteiligten Architekten Rudolf Steiger und Hermann Fietz sowie Gesundheitsdirektor Regierungsrat Jakob Heusser, die alle drei von der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich mit der Ehrendorktorwürde, dem «Dr. h.c.», geehrt und verdankt wurden. Die Bevölkerung konnte am Wochenende ihr neuerbautes Spital besichtigen und sich «von der Bedeutung und der Qualität des Neubaus selbst überzeugen». (nach dem Bericht der NZZ vom 16.7.1951) Bericht der Neuen Zürcher Nachrichten vom 14.7.1951 zur Einweihung und zum Tag der Offenen Tür: > (pdf).  Luftaufnahme des alten Kantonsspital-Hauptgebäudes von 1840 (heute Spitalpark), umgeben von den neuen Bauten; am unteren Bildrand Turm und Kollegiengebäude der Universität Zürich. Die Abbildung von 1951 zeigt, dass die Neubauten um das alte Kantonsspital herum gebaut wurden; dieses konnte erst nach Bezug der modernen Gebäude abgebrochen werden, doch die Alte Anatomie von 1840 an der Gloriastrasse ist erhalten geblieben, und wird in sechs Jahren schön saniert mit öffentlicher Nutzung den historischen Bogen zum künftigen USZ-Hauptgebäude an der Gloriastrasse schliessen. (Aufnahme von: R. Strub, Kantonale Denkmalpflege Zürich). Zum Vergrössern anklicken. Das neue und das alte Kantonsspital Zürich: Rund um das noch voll in Betrieb stehende Kantonsspital von 1840 herum entstanden die Neubauten der Architektengemeinschaft AKZ für das Kantonspital Zürich AKZ rund um das Büro Haefeli Moser Steiger. Bauzustand 1948; Bestandesbauten rot markiert. Zum Vergrössern anklicken. Gedenktafel der Universität Zürich zur Eröffnung des Kantontsspitals 1951: «Dem Zürchervolk und seinen Behörden dankt die Universität Zürich für die Errichtung des neuen Kantonsspitals. Sie ehrt den hohen Opfersinn des Volkes und die Männer, die den Bau betreuten. MDCCCCLI» (Aufnahme Christoph Stulz, USZ) Hinweis: Am Dienstag 15. Sept. 2026 12:15–12:48 Uhr erfahren die Interessierten im Rahmen der öffentlichen Vortragsreihe «33 Minuten Zürcher Medizingeschichte(n)» von L. Käser unter dem Titel «Kurz & bündig: die USZ-(hi)story – und wie unser heutiges Spital erbaut wurde. Anlässlich 75 Jahre Einweihung Kantonsspital Zürich 1951 und 475 Jahre Spitalneubau ‹Sammlig› 1551» im USZ (Hörsaal folgt) in Bild und Wort die Entstehung die bauliche Entstehung unseres Unispitals, mit einem Rückblick auf die Anfänge des Zürcher Spitals vor 1186, auf den Neubau von 1840 und mit einem Ausblick auf den entstrehenden Neubau an der Gloriastrasse. |
Flunterns direkte Tram-Verbindung zum Hauptbahnhof; die Zentrale ZĂĽrichbergbahn wird verstadtlicht
Vor 120 Jahren – 1906 Was die Zunft Fluntern am Sächsilüüte 1905 mit ihrer mitgeführten Tram-Maquette in origineller Form tatkräftig unterstützt hatte ( >), nämlich die langersehnte direkte Tram-Verbindung des Quartiers Fluntern mit dem Hauptbahnhof Zürich, wurde am 9. Oktober 1906 Tatsache: die gelbe Linie 6, der sogenannte «Leonhardstram», führte nun vom Bahnhofplatz über die Brücke zum Central (damals Leonhardplatz), weiter zur Spitzkehre am Haldenegg unterhalb der Liebfrauenkirche, rumpelte dann die Leonhardstrasse zur Bergstation der 1889 eröffneten «Zürichbergbahn», dem heutigen Polybähnli, und fand via Tannenstrasse Anschluss ans Fluntermer Tram-Netz der «Zentralen Zürichbergbahn», den Zwilling der Zunft Fluntern: beide wurden 1895 gegründet. Dichter Tramverkehr zwischen Hochschulgebiet, Schaffhauserplatz und Central, am Haldenegg unterhalb der Liebfrauenkirche. Postkarte; © BAZ  Erste Erfahrungen mit der neuen Tramlinie (Zürcher Wochen-Chronik 27.10.1906, Ausschnitte) Vorausgegangen war eine verlorene Abstimmung am 29. Januar 1905 zu dieser neuen Linie nach einem polemischen Abstimmungskampf mit «Fake News»-Flugblättern der Seilbahngesellschaft und der Ablehnung der Fuhrhalter. Daher die Pro-Tram-Aktion der Zunft Funtern am Sächsilüüte vom 10.4.1905. Für die 2. Abstimmung am 3. Dezember 1905 wurde die Vorlage zum Leonhardstram verknüpft mit der Verstadtlichung der nunmehr 10-jährigen Fluntermer «Zentralen Zürichbergbahn»: die Vernetzung mit der neuen Linie und die Übernahme durch die «städtische Straßenbahnverwaltung». Beide Vorlagen überzeugten nun die Stimmbürger, so dass der Leonhardstram gebaut werden konnte – trotz professoraler Skepsis zur Streckenführung auf der Tannenstrasse: «... das Polytechnikum, dessen Lehrerschaft – wie man am Abstimmungstag und nachher hörte – die neue, an den Fenstern ihrer Hörsäle vorbeiführende Linie gar nicht gerne sehen soll.»  Zufrieden mit dem Ausgang der zweiten Abstimmung vom 3.12.1905 (Zürcherische Freitagszeitung vom 8. Dezember 1905, Ausschnitte) |
Erste Nennung Flunterns – im Zürcher Rotulus, einer Urkundensammlung des Grossmünsterstifts
Vor 1150 Jahren – 876 «Comolt presbyter donavit ad ecclesiam fratribus quitquid in Flobotisreine et illa possedit marcha.»«Der Priester Comolt gab an die Kirche den Brüdern all sein Besitztum in Flobotisreine und in der Mark daselbst.» Zum Vergrössern anklicken.In sogenannten ‹Zürcher Rotulus›, einem Verwaltungsverzeichnis zu Besitzungen des Grossmünsterstifts, im Staatsarchiv des Kantons Zürich, ist mit «Flobotisreine» die früheste Namensform von Fluntern zu finden, datiert von 876, folglich vor 1150 Jahren. – Pergament-Schriftrollen wurden im Mittelalter als Rotulus bezeichnet, wovon auch das Wort ‹Rodel› (und ‹Rolle›) stammt, wie man es noch als Mitgliederverzeichnis, z.B. als Zunft-Rodel, kennt. In diesem Schriftstück wird «Flobotisreine» als Rain des Flobot erklärt. Die vereinfachten Namen Vluontren und Vluontrein findet man in den Jahren 1149 und 1158; 1289 heisst es Fluntren. Flobot könnte einer der ersten alemannischer Siedler gewesen sein, die ab etwa 500 nach Chr. an in die Gegend einwanderten; sein Name soll «Tröster» bedeuten. Seit 1927 erinnert unsere «Flobotstrasse» unterhalb der Allmend, zwischen Krähbühlstrasse und Zürichbergstrasse, an den Namensursprung, auch wenn das (unbekannte) Siedlerareal keinen Bezug hat zur Lage der Flobotstrasse (•) an der oberen Zürichbergstrasse. Mit Material aus Gottfried Bersingers Beitrag ‹Seit wann gibt es Fluntern?› in der Quartier-Chronik «Fluntern. Vom Weinbauerndorf zum Stadtquartier am Zürichberg», herausgegeben von der Zunft Fluntern aus Anlass ihre hunderjährigen Bestehens im Jahr 1995. |
01.01.2026 – Quartierverein Fluntern – Lorenzo Käser – kaeser@zuerich-fluntern.ch |
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